Rechtsmedizin hilft Leben retten
Meinem Einruck nach erbringt derzeit die Arbeit der Rechtsmediziner die hilfreichsten Beiträge, wie in dieser Krise medizinische Behandlungen verbessert und Leben gerettet werden können. Ein wichtiges Beispiel ist der Befund, dass die untersuchten Verstorbenen häufig Thrombosen und Blutgerinsel in Lunge und auch anderen Organen aufweisen des Instituts für Rechtsmedizin unter Prof. Püschel (Pressekonferenz @ YouTube). Das inspiriert die These, dass die Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln wie Heparin Embolien vorbeugen und damit das Risiko schwerer Komplikationen und das Versterberisiko senken (WELT @ YouTube).
Es ist kein Zufall, dass gerade die Rechtsmedizin derzeit die wichtigsten Erkenntnisse hervorbringt: Bei einem neuen Erreger können kontrollierte Experimente schlecht durchgeführt werden, und daher ist die sorgfältige Beobachtung und systematische statistische Analyse der vorhandenen Fälle besonders wichtig. Leider stehen hierfür wegen des öffentlichen Fokus auf Vorhersagen und die Kontrolle der Epidemie, mit Impfforschung, neuen Medikamenten, oder Tracking-Apps aber nur unzureichende Mittel zur Verfügung.
Gerade für die Pathologie könnten Methoden der kausalen Inferenzstatistik sehr fruchtbar gemacht werden: Die Feststellung von Todesursachen im Expertengutachten stützt sich auf Beobachtung und Erfahrung; mit kausaler Inferenzstatistik wäre auch die Testung kausaler Hypothesen auf Signifikanz möglich - unter der Voraussetzung hinreichender Kovariaten.
Ihr anonymer Kommentar:(cancel reply)